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5 gute Gründe einen kühlen Kopf zu bewahren

Die aktuelle Geschehen an den Aktienmärkten strapaziert die Nerven vieler  Anleger. Nachdem US-Aktien Wir haben den ersten Crash seit 2009 erlebt.

Wir geben hier besorgten Anlegern fünf Ratschläge für das langfristige Investieren mit auf den Weg, die in diesem Umfeld helfen können, nicht in Panik zu verfallen oder zu kapitulieren

1. Ausmaß und Dauer von Bullen- und Bärenmärkten können variieren

Die Ausbreitung von Covid-19 wirkt sich mittlerweile schwer auf soziale Aktivitäten und das Reiseverhalten in den USA und in Europa aus. Wir werden global allen voran im zweiten Quartal einen enormen Wirtschaftseinbruch erleben. Wir laufen in eine schwere Rezession hinein.

Wie stark und wie lange die Wirtschaft schrumpfen wird, hängt davon ab, wie schnell die Ansteckungsfälle ihren Höhepunkt erreichen und wie die Politik darauf reagieren wird. Selbst wenn die Wirtschaft im weiteren Jahresverlauf wieder etwas erholen wird, werden die Auswirkungen auf die Unternehmenserträge erheblich sein.

Bis sich die Folgen der Pandemie in den Gewinnerwartungen und Bewertungen voll niederschlagen, kann  jedoch noch einige Zeit vergehen. Sobald die Ausbreitung eingedämmt ist, dürfte sich die Weltwirtschaft wieder erholen.

Auf kurze Sicht sollte das Augenmerk auf der Zahl der Neuinfektionen liegen und darauf, wie schnell und in welchem Umfang die Politik antwortet.

2. Die Mischung macht’s

Die aktuell fallenden Märkte zeigen wieder einmal, wie wichtig eine breite Streuung von Anlagen ist. So haben beispielsweise Staatsanleihen bislang in diesem Jahr ihre Aufgabe erfüllt und sind bei fallenden Aktienkursen gestiegen – und das, obwohl die Renditen zu Jahresbeginn nahe der Rekordtiefs lagen.

Die negative Korrelation zwischen Aktien und Staatsanleihen hatte auch in der jüngsten Korrektur Bestand. Staatsanleihen können Anlegern helfen, mit der Portfoliovolatilität umzugehen und dienen Investoren bei großen Crashs zur Umschichtung in den Aktienmarkt.

3. Anleihen im Fokus

US-Staatsanleihen haben sich seit Jahresbeginn besser entwickelt als britische und deutsche Staatsanleihen. Nach der aggressiven Zinssenkung durch die amerikanische Notenbank ist die Wahrscheinlichkeit weiter schrumpfender Staatsanleihen-Renditen allerdings gesunken. So haben Staatsanleihen zur Risikoreduktion zwar weiter einen wichtigen Platz in den Portfolios.

Allerdings wurde die starke Rally seit Jahresbeginn von einer Ausweitung der Risikoprämie bei Unternehmensanleihen sehr hoher Qualität begleitet. Bei Fortdauer der Krise können  nach unserer Einschätzung Zentralbankinterventionen in diesem Segment zukünftig zunehmen, was es attraktiver macht.

4. Market – Timing geht häufig nach hinten los

Wir weisen nachdrücklich darauf hin, dass Markt-Timing nur selten gelingt. Die Erfahrung zeigt, dass Anleger ihre Aktien nach scharfen Marktkorrekturen verkaufen – damit treffen sie aber oft einen ungünstigen Zeitpunkt, weil sie dann auch die Erholung verpassen. Sinnvoller ist es, einfach investiert zu bleiben – auch wenn das in diesen Zeiten nicht einfach durchzuhalten ist. Erfolgversprechend dürfte es sein  Anleihe-Positionen zu reduzieren und an schwachen Tagen am Aktienmarkt nachzukaufen.

Extreme Marktschwankungen sind nicht ungewöhnlich

Unsere Botschaft: „Ruhe bewahren“. Ein Blick auf die Entwicklung der letzten Dekaden zeigt, dass es in fast jedem Jahrzehnt eine Phase mit extremer Volatilität an den Kapitalmärkten gab. Die Dauer dieser Phasen ist schwierig vorherzusagen, und gerade in der aktuellen Krise gibt es einen hohen Unsicherheitsfaktor.

Aber in vielen Jahren haben sich die Börsen trotz zweistelliger Marktrückgänge auf mittelfristige Sicht kräftig erholt und positive Erträge geliefert. Häufig sind Schwächephasen am Aktienmarkt daher eine Chance günstig in Märkte einzusteigen, um die Bewertungsanomalien, die sich durch undifferenziertes Verkaufen ergeben, für die Zukunft für sich als Anleger zu nutzen.

Mut und Disziplin sind jetzt gefragte Tugenden

Wir haben keine Kristallkugel, um zu sagen, dass die Aktien von den aktuellen Niveaus aus nicht noch einmal um 10% oder mehr sinken können. Tatsächlich deuten die Daten darauf hin, dass in etwa der Hälfte der Fälle der Markt nach einem beispielsweise 10%igen Rückgang den Verlust weiter ausweitet. Glücklicherweise deuten die Daten aber auch darauf hin, dass sich nach solchen Rückgängen die Chancen auf positive Renditen in den nächsten fünf Jahren ebenfalls deutlich verbessern.

Denken Sie daran, dass historisch gesehen mehr als die Hälfte der besten Tage des Marktes innerhalb weniger Wochen nach den schlechtesten Tagen liegen.

Es erfordert Mut und Diziplin, in turbulenten Märkten an Aktien festzuhalten oder sogar weiter zu investieren. Wir sind hier, um Ihnen zu helfen, diesen Mut und diese Disziplin aufzubringen und zu bewahren.

Als Finanzberater und Finanzplaner steh ich Ihnen in Würzburg und Schweinfurt für ein persönliches Gespräch gerne zur Verfügung. Darüber hinaus können Termine auch online oder per Telefon stattfinden.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und bleiben Sie gesund

Ihr Jürgen Schäflein

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